Garabandal: Ist es schon anerkannt?


In diesen Tagen feiert der erste Film über Garabandal Premiere in den Kinos. Viele Gläubige sind begeistert, denn im Film werden auf respektvolle Weise die Offenbarungen und Botschaften dargelegt, die heute von enormer Relevanz sind und schon viele Herzen tief gerührt haben. Die Bischöfe von Santander haben diese Botschaften geprüft und bestätigen ihren orthodoxen Inhalt (Exz. Beitia in 1965, Exz. Cirarda in 1970, Exz. Del Val in 2000 und Exz. Osoro in 2007). Die Erscheinungen sind jedoch noch nicht genehmigt; obwohl sie auch nicht abgelehnt worden sind. Der derzeitige Bischof des Bistums veröffentlichte am 24. Juni 2015 die neuste Stellungnahme, in der er das NON CONSTAT bekräftigte (es steht nicht fest, ob es sich um Übernatürliches handelt). NON CONSTAT heißt, dass die Kirche neue Informationen abwartet, um sich auszusprechen. Diese neuen Angaben können, beispielsweise, die spirituellen Früchte in den Seelen der Gläubigen sein. Die Kirche wartet. Dennoch hat in diesen Tagen ein Priester einige Gläubige beschuldigt, die den Film verbreiten, denn für ihn heißt NON CONSTAT, dass der nicht-übernatürliche Ursprung der Ereignisse feststeht: Der Fall ist für ihn abgeschlossen.  In diesen Tagen feiert der erste Film über Garabandal Premiere in den Kinos. Viele Gläubige sind begeistert, denn im Film werden auf respektvolle Weise die Offenbarungen und Botschaften dargelegt, die heute von enormer Relevanz sind und schon viele Herzen tief gerührt haben. Die Bischöfe von Santander haben diese Botschaften geprüft und bestätigen ihren orthodoxen Inhalt (Exz. Beitia in 1965, Exz. Cirarda in 1970, Exz. Del Val in 2000 und Exz. Osoro in 2007). Die Erscheinungen sind jedoch noch nicht genehmigt; obwohl sie auch nicht abgelehnt worden sind. Der derzeitige Bischof des Bistums veröffentlichte am 24. Juni 2015 die neuste Stellungnahme, in der er das NON CONSTAT bekräftigte (es steht nicht fest, ob es sich um Übernatürliches handelt). NON CONSTAT heißt, dass die Kirche neue Informationen abwartet, um sich auszusprechen. Diese neuen Angaben können, beispielsweise, die spirituellen Früchte in den Seelen der Gläubigen sein. Die Kirche wartet. Dennoch hat in diesen Tagen ein Priester einige Gläubige beschuldigt, die den Film verbreiten, denn für ihn heißt NON CONSTAT, dass der nicht-übernatürliche Ursprung der Ereignisse feststeht: Der Fall ist für ihn abgeschlossen.  

Gott sei Dank irrt sich dieser Priester. Im Jahre 1978 fügte die Kongregation für die Glaubenslehre (CDF) den Ausdruck NON CONSTAT in ihre „Normen für das Verfahren zur Beurteilung angeblicher Erscheinungen und Offenbarungen“ zu. Im Jahre 2011 veröffentlichte Kardinal Levada diese Normen. Der komplette Text bezüglich des Ausdrucks NON CONSTAT lautet:

„Andererseits machen es die heutige Mentalität und die Notwendigkeit einer kritischen wissenschaftlichen Untersuchung schwieriger, wenn nicht fast unmöglich, mit der gebotenen Schnelligkeit jenes Urteil zu fällen, das in der Vergangenheit die Untersuchungen zur Sache abgeschlossen hat (constat de supernaturalitate, non constat de supernaturalitate) und den Ordinarien die Möglichkeit bot, den öffentlichen Kult oder andere Formen der Verehrung durch die Gläubigen zu gestatten oder zu verbieten.“

Betreffend der Abwägung solcher Erscheinungen gibt es 3 logische Stellungnahmen: Anerkennung, Verurteilung und Unschlüssigkeit. 

Dennoch betrachtet der Text der CDF nur zwei Optionen: CONSTAT und CONSTAT DE NON. Mit der zitierten Behauptung, gibt der Kardinal bescheiden zu, dass es einfach ist, in diesen Fällen zu irren. In der Vergangenheit wurden sämtliche Erscheinungen verurteilt und danach doch anerkannt: Die Göttliche Barmherzigkeit von der heiligen Schwester Faustina Kowalska wurde 1959 verurteilt, zuerst von ihrem Ortsordinarius und dann von der CDF. Dennoch wurden die Offenbarungen 1978 durch dieselbe Kongregation anerkannt. In Fällen von Missbrauch und Betrug kann der Vatikan durchaus verurteilen. Trotz allem zieht es der Vatikan, den jämmerlichen Fällen ausgeschlossen, nicht vor, zur Verurteilung zu greifen, um Überstürzungen zu verhindern. Seit 1978 äußert man sich in der Regel mit einem CONSTAT oder einem NON CONSTAT (Anerkennung oder Unschlüssigkeit). Trotzdem wird diese Geste der kirchlichen Sanftmut und Vernunft oft von vielen, wie zum Beispiel diesem Priester, als ein Akt der Verhärtung gedeutet: Anstatt die Verurteilung zu beheben, glauben sie, dass der Vatikan die Unschlüssigkeit beseitigt hat und es nur noch zwei Optionen gibt, CONSTAT und NON CONSTAT (Anerkennung und Unschlüssigkeit). Dennoch ist die aktuelle Theologie, der Tradition treu. Beispiele hiervon sind die Zeitschrift der Spanischen Marianische Gesellschaft in 2009 oder Manfred Hauke in 2015 (Mitglied der  Internationalen Marianischen Päpstlichen Akademie), die unter vielen anderen noch heute erklären, dass die Optionen 3 sind: Der Urteil kann CONSTAT de supernaturalitate, CONSTAT DE NON supernalitate oder NON CONSTAT de supernalitate (die Übernatürlichkeit des Ereignisses steht fest, die Übernatürlichkeit wird abgelehnt oder die Übernatürlichkeit des Ereignisses kann nicht bejaht werden). Anerkennung, Verurteilung und Unschlüssigkeit. Zwei Ausdrücke müssen vermieden werden:

- Die erste Verneinung bedeutet Verurteilung: CONSTAT DE NON (man stellt die Nicht-Übernatürlichkeit fest)
- Die Zweite drückt Unschlüssigkeit aus: (Die Übernatürlichkeit wird nicht festgestellt). Der Ausdruck NON CONSTAT, obwohl negativ in seiner Formulierung, drückt nichts anderes als Unschlüssigkeit der Kommission aus, die nicht eine mehrheitliche Schlussfolgerung miteinbezieht, was weder die Situation, noch die Gläubigen auf der Suche nach einem Urteil aufklärt. Auf dieser Weise bleibt das Bistum die einzige Autorität die Unklarheit zu beheben.

Der Kirchenlehre und der Theologie nach, bedeutet NON CONSTAT, dass die Kirche weder verurteilt noch anerkennt. Der Fall ist demnach für alle Zwecke offen und die Gläubigen können den Ort der angeblichen Erscheinungen aufsichen. Die Kirche sieht nichts Schädliches daran, wenn sie auf die Orthodoxie Garabandals besteht, obwohl sie neue Angaben oder spirituelle Früchte abwartet um die Erscheinungen anzuerkennen.

In Garabandal wurden durch Disziplinarverfahren die Pilgerfahrten der Priester von 1961 bis 1962 verboten. Doch in 1991 und 2007 hoben Exz. Juan. A. del Val und Exz. Carlos Osoro diese Verbote auf und ermutigten die Pilger, sich mit Glauben dem Dorf zu nähern. Denn die Früchte sind absolut erstaunend. Während die Gläubigen auf ein definitives Urteil warten, können sie sich mit Andacht dem Dorf nähern. Gerade in den vielen spirituellen Früchten wird die Kirche das Argument finden, um die Geschehnisse zu beurteilen. Die Doktorarbeit von P. José Luis Saavedra, welche im Jahre 2017 mit der besten Note in der Universidad de Navarra ausgezeichnet wurde, spricht von erstaunlichen, wahren und sehr aktuellen Früchten in Garabandal. Hier finden sie die Doktorarbeit evk.es

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