Die Botschaften
Was uns die Gottesmutter verkünden wollte.

Die täglichen Ereignisse in Garabandal waren an und für sich schon Botschaften. Der Umgang der Gottesmutter mit den Mädchen war der einer wahren Mutter. Mit Ihrer Zärtlichkeit und Zuneigung gewann Sie ihre Herzen. Sie sprach mit ihnen und ermutigte sie somit, ganz ungezwungen mit Ihr zu reden und Ihr alles zu erzählen. Sie nutzte diese Unterhaltungen um die Mädchen zu lehren und zu unterrichten. Sie wies sie auch zurecht, wenn es notwendig war und spielte mit ihnen. Sie war, wie eine Mutter eben ist.  Durch diesen Umgang mit den Seherkindern möchte sie Gottesmutter uns beibringen auch Sie genau so zu behandeln: wie eine Mutter. An allen Erscheinungsorten der Gottesmutter, stellt Sie sich unter einer bestimmten Anrufung vor. In Lourdes ist Sie uns die „Unbefleckte Empfängnis“, in Fatima „Unsere Liebe Frau vom Rosenkranz“, der Heiligen Katharina Labouré erscheint Sie als „Unsere Liebe Frau von der Wundertätigen Medaille“. In Garabandal zeigt Sie sich uns als: „Ich, Eure Mutter“. Dies ist ihre Anrufung: „Unsere Mutter“.

Die Erscheinungen in Garabandal haben ein weiteres Erkennungsmerkmal, nämlich die Art mit der die Gottesmutter, nicht nur mit den „Mädchen“ umgeht, sondern auch mit all denjenigen, die den Erscheinungen beiwohnen. Conchita, eines der Seherkinder, berichtet, dass es viele Gelegenheiten gab, an denen sie den Eindruck hatte, dass die Gottesmutter nicht sie, die Seherkinder, anschaute und anlächelte, sondern diejenigen ansah, die hinter ihnen standen, die Zeugen der Erscheinungen. Tatsächlich, erklärt die Gottesmutter Conchita in Ihrer letzten Erscheinung: „Conchita, ich komme nicht nur deinetwegen, sondern für alle meine Kinder.“ Diese Zeugen spielten eine bedeutende Rolle bei den Erscheinungen, denn die Gottesmutter schien besonders darauf bedacht zu sein, dass alle, die hinauf nach Garabandal kamen, ein Zeichen Ihrer Anwesenheit als Beweis mitnehmen konnten. Aus diesem Grund sind die Glaubenszeugnisse so zehlreich, wie es Anwesende bei den Erscheinungen gab.

Darüber hinaus trug die Gottesmutter den Mädchen auf, zwei konkrete Botschaften zu ganz bestimmten Zeitpunkten bekannt zu geben. Die Bischöfe von Santander haben mehrfach, auch durch Amtsmitteilungen, erklärt, dass die Botschaften von Garabandal „wichtig“ und „theologisch richtig“ seien.
Die erste Botschaft sollte schon vier Monate nach dem Beginn der Erscheinungen, am 18. Oktober 1961 bekannt gegeben werden. Nicht einmal der anhaltende Regen an diesem Tag konnte die vielen Pilger davon abhalten, zu tausenden zu den „Pinos“, den Pinien, zu steigen. An diesem Abend lasen die Mädchen folgende Botschaft vor:

Wir müssen viele Opfer bringen, viel Buße tun und das Allerheiligste oft besuchen. An erster Stelle müssen wir aber sehr gut sein und wenn wir das nicht tun, wird eine Strafe über uns kommen. Der Kelch füllt sich und wenn wir uns nicht bessern, wird eine sehr große Strafe über uns kommen.

Mit diesen einfachen Worten einer Mutter überbringt die Gottesmutter Ihren Kindern die Anweisungen, die sie für ihr Seelenheil benötigen. Wenn wir nicht den Weg des Kreuzes beschreiten, die Eucharistie nicht zum Mittelpunkt unseres ganzen Lebens und jeden einzelnen unserer Tage machen, wenn wir nicht gut sind und uns nicht bekehren, wird dem Herrn nichts anderes übrig bleiben, als einzugreifen um uns die Wichtigkeit dessen vor Augen zu führen, was auf dem Spiel steht: unser Heil.

Die zweite Botschaft der Gottesmutter stammt vom 18. Juni 1965, nur kurze Zeit vor dem Ende der Erscheinungen. Dieses Mal war der Erzengel Michael von der Gottesmutter beauftrgt worden, die Botschaft an Conchita zu überbringen. Große Tränen flossen über Conchitas Gesicht während der Engel redete:

Da man meine Botschaft vom 18. Oktober nicht erfüllt und auch nicht der Welt bekannt gegegeben wurde, will ich euch sagen, dass dies die letzte ist. Zuvor füllte sich der Kelch, jetzt läuft er über. Von den Kardinälen, Bischöfen und Priestern gehen viele den Weg des Verderbens und reißen viele Seelen mit sich. Der Eucharistie misst man immer weniger Bedeutung zu. Ihr müsst euch anstrengen, um dem Zorn des guten Gottes von euch abzuwenden. Wenn ihr ihn aufrichtigen Herzens um Verzeihung bittet, wird Er euch vergeben. Ich, eure Mutter, möchte euch durch die Vermittlung des heiligen Erzengels Michael sagen, dass ihr euch bessern sollt. Die Zeit der letzten Warnungen ist angebrochen! Ich liebe euch sehr und will eure Verdammung nicht. Das, worum ihr aufrichtig bittet, werden wir euch gewähren. Ihr müsst euch noch mehr aufopfern. Denkt an das Leiden Jesu.

Die Botschaft war trotz ihrer Kürze inhaltlich sehr ausführlich und beschrieb auf den Punkt die schmerzhafte Situation, die die Kirche zum Ende des 2. Vatikanischen Konzils durchlief. Allerdings war es am 18. Juni für Conchita unmöglich, diese Situation zu kennen, denn die Krise der Doktrin und der Pristerberufungen, die zu der Zeit im Kern der Kirche ausbrach, war in Spanien nur in engen Kreisen bekannt und kam den Menschen in einem entlegenen Dorf in den Bergen nicht einmal in den Sinn. Jedoch sollten schon bald die irrtümlichen Interpretationsversuche und Manipulation der Konzilslehren (und nicht des Konzils selbst) Anlass für tiefe Besorgnis und sogar von Skandal für die gesamte Kirche werden.

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